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Und alle so still

Und alle so still

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Intro

nach dem Roman von Mareike Fallwickl
erschienen im Rowohlt Verlag

Bühnenfassung von Laura Ollech und Susanne Röskens

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Elin: Im Dunkeln sind wir ehrlicher.
Wir reden anders miteinander, öffnen uns,
obwohl wir uns gar nicht sehen können.
Vielleicht haben viele das Wichtigste,
was sie zu sagen haben, ausgesprochen,

während andere schliefen.

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Inhalt

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Die Regisseurin

Hallo, ich bin Laura Ollech, ich bin freie Theaterregisseurin und mache passenderweise bei Und alles so still die Regie.

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Die Hauptfiguren des Stückes

In unserem Stück geht es um drei Protagonistinnen: Elin, eine Anfang-20-Jährige, die ihr Geld als Influencerin mit Selbstvermarktung im Internet verdient; Nuri, ein Vertreter der zweiten Migrationsgeneration, der sich von einem prekären Arbeitsverhältnis zum nächsten hangelt; und Ruth, die seit Jahrzehnten als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet.

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Worum geht es im Stück?

Alle drei Protagonist*innen leiden auf unterschiedliche Weise unter dem patriarchal geprägten kapitalistischen System. Sie wählen deshalb eine ungewöhnliche Protestform – sie steigen aus, verweigern die Teilnahme, legen sich hin. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil sie nicht mehr können. Sie verweigern sexualisierte Gewalt, schlecht bezahlte Lohnarbeit, unbezahlte Care-Arbeit, Diskriminierung und Marginalisierung. Damit sind sie nicht allein. Durch ihren kollektiven Protest beginnen sie, ihre eigene Rolle im System zu hinterfragen. Ihnen wird bewusst, wo und warum sie leiden – unabhängig von ihrem Geschlecht.

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Pedro: Wer Arbeit hat, hat Einkommen,
Sicherheit und Anerkennung.

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Die Rollen und das Ensemble

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Imke Siebert

Ursula Grossenbacher

Till Krüger

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Zitat

Barbara: Diese scheiß Kuchenbuffets. Eine ganze Industrie ist das, die auf der freiwilligen Arbeit von Frauen beruht. Sportplatzfeste, Kindergartenabschiede, für die Klassenkasse, für den guten Zweck, für, für, für. Was schätzt du, wie viele Stunden Frauen und Mütter im Jahr kuchenteigrührend in der Küche stehen, hm? Ein Gebirge aus Muffins und Gugelhupfen, ich sag’s dir, eine riesige Mehlspeisenfabrik mit unbezahlten Arbeiterinnen. Vielen Dank für die edle Spende. Ausbeutung ist das. Und dann grinsen die Mamas und sagen: „Hab ich doch gern gemacht." Deswegen ist es ja auch gratis, gell? So eine Scheiße.

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Regie

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Warum ist es wichtig, den Stoff auf die Bühne zu bringen?

Seit 1993 gelten Frauenrechte offiziell als Menschenrechte – besser spät als nie.
Man kann fragen, ob es überhaupt eines aktuellen Anlasses braucht, um darüber zu sprechen. Doch selbst in Deutschland gibt es täglich Gründe, die zeigen, wie relevant der Diskurs bleibt. Theater ermöglicht es, einzelnen Schicksalen ganz nah zu kommen. Hinter Protesten stehen immer viele individuelle Menschen. Unsere drei Protagonistinnen zu begleiten heißt zu verstehen, welche komplexen Motive und widersprüchlichen Biografien hinter solchen Bewegungen stehen – und was es bedeutet, sich ihnen anzuschließen. Diese Dreidimensionalität und sinnliche Erfahrung bietet nur die Bühne.

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Die kleine Besetzung

Natürlich ist eine kleine Besetzung auf der Bühne eine große Herausforderung – für die Kolleginnen ebenso wie für uns im Team. Realistischer wäre vielleicht eine Inszenierung mit Hunderten von Menschen gewesen. Doch die Stärke des Buchs liegt nicht im Massenprotest, sondern in den Biografien und dem Identifikationspotenzial der Figuren. Gerade darin sehe ich eine Chance: drei Personen intensiv kennenzulernen, sie zu verstehen und ins Herz zu schließen. Mit Licht, Farbe und Bewegung entsteht auf der Bühne ein Raum größter Nahbarkeit.

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Was hat dir während der Proben am meisten Spaß gemacht?

Im Prozess entstehen wichtige individuelle Beziehungen: Nuri und Elin, ebenso wie Ruth und Barbara. Mich reizen beide Begegnungen, die wir gerade inszenieren. Denn in diesen Momenten geht es – unabhängig davon, ob Romantik oder Sexualität eine Rolle spielen, was bei uns eher zurücktritt – darum, im anderen einen Resonanzraum zu finden: sich erkannt, verstanden und verbunden zu fühlen. Dieses präzise, szenische Arbeiten an diesen Beziehungen macht mich derzeit sehr glücklich.

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Die Herausforderungen bei einem politischen Stoff

Mit der Inszenierung von so politischen und gerade so feministischen Stoffen gehen verschiedene Herausforderungen einher: Wir wollen nicht zu proklamatisch sein, nicht anklagend sein – und trotzdem die geschlechterbasierten Missstände, die es gibt, nicht unter den Tisch fallen lassen. Das heißt, wir versuchen uns in dieser Inszenierung an einer Gratwanderung. Auch tragische Momente können in ihrer Absurdität unterhaltsam sein. Ob uns das gelingt – ob dieser Abend vielleicht zum Nachdenken anregt, wir aber auch durchaus Momente für Humor gemeinsam genießen können – das müsst ihr entscheiden.

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Laura über Feminismus

Ich verorte mich als Feministin, weil ich ein Interesse daran habe, eine Welt mitzugestalten, in der es so vielen Menschen wie möglich besser geht. Das bedeutet auch, Geschlechterunterschiede in dieser binären Logik – wenn man sie denn unterstützen möchte – zu sehen, zu identifizieren und Ungleichheiten auszumerzen. Und ich glaube, davon haben alle etwas, völlig unabhängig davon, welches Geschlecht sie haben. Wer sagt denn offiziell: „Ich habe keinen Bock auf mehr Gerechtigkeit in der Welt“? Das sagt doch niemand, oder?

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Ruth: Der Trick ist genial. Denen, die im Gesundheitswesen arbeiten, eine Jammerkultur zu unterstellen, um den Argumenten jede Grundlage zu entziehen.

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Das Bühnenbild

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Djamilja Brandt

Mein Name ist Djamilja Michaela Brandt.
Ich bin die Bühnen- und Kostümbildnerin
sowie Videografin für den Abend Und alles so still.

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Bühnenkonzept

Beim Lesen der Romanvorlage sah ich die größte Herausforderung darin, dass wir vielen Figuren an vielen Orten folgen – ein Filmset, das auf der kleinen Werkstattbühne nicht umsetzbar wäre. Alle diese Orte haben eines gemeinsam: Keine Figur hat einen echten Ankerpunkt. Alle sind getrieben, ständig unterwegs, ohne dauerhaftes Zuhause. Darum habe ich einen Durchgangsort entwickelt, der an Flure mit vielen Auf- und Abtrittsmöglichkeiten erinnert. Die Werkstattbühne mit ihren Bögen erzählt zahlreiche mögliche Türen und Räume, die man nicht sieht, die aber hinter den Auf- und Abgängen liegen. So entsteht durch die Abwesenheit konkreter Räume die Möglichkeit, in einem sehr kleinen Bühnenraum viele verschiedene Orte erfahrbar zu machen.

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Farblichkeit

Im Bühnenbild habe ich mich für eine Farbgebung in hellem Grau entschieden. Einerseits, um die kühle Materialität von Beton als Fläche zu betonen, andererseits, um uns weiterhin die Möglichkeit zu bieten, mit Projektionen zu arbeiten. Denn eines stand von Anfang an fest: Ich arbeite in meinen Bühnenbildern sehr gerne mit einem Videoaspekt, und die Option, projizieren zu können, war für mich von vornherein essenziell. So hat sich alles gut gefügt. Wir bewegen uns mit den Figuren in einer hellgrauen Welt, die noch einen Hauch Grün aufweist. Allerdings stammt dieses Grün weniger aus dem Bühnenbild selbst, sondern vielmehr aus den Kostümen. Diese bringen eine gewisse Natürlichkeit und Menschlichkeit in die ansonsten stählerne, hellgraue Welt ein.

Bögen und Treppen

Das Bühnenbild besteht aus 13 Bögen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Drei davon sind variabel und können im Raum umgebaut, umgestellt oder anders angeordnet werden. Zudem lassen sie sich freier bespielen. Die übrigen zehn Bögen sind mit Vorhängen ausgestattet, die sowohl Abgangs- und Auftrittssituationen ermöglichen als auch gleichzeitig als Projektionsfläche für Videos, Inhalte und Ähnliches dienen. Die Spielenden interagieren auf vielfältige Weise mit den Bögen: Sie bauen ihre Welt auf, schaffen sich Hindernisse. Dazu stehen uns drei weitere Treppen zur Verfügung, die einerseits als Hindernis, andererseits als Begegnungsort dienen können. Sie bieten auch Ruhemomente, in denen sich eine Figur kurz niederlassen und zur Ruhe kommen kann.

Einkaufswagen

Für die Momente der Ruhe oder ihres Gegenteils – also das, was die Figuren nonstop umtreibt – haben wir Einkaufswagen integriert. Sie sind beweglich, haben Rollen und bleiben durchgehend erfahrbar, verschiebbar und vielseitig nutzbar. Drei davon wurden zu Sitzgelegenheiten umgebaut. Ich habe mich bewusst für eine Art „Designerstuhl“ entschieden, weil wir im Bühnenbild keine konkreten Möbel wollten. Ein solcher Stuhl aus einem Einkaufswagen wirkt wie ein Designerstück, ist aber nicht wirklich bequem – genau das war beabsichtigt, denn er soll keine Gemütlichkeit erzeugen. Stattdessen setzen wir auf Stahlgerüste, die zusammen mit dem Beton auf der Bühne eine gewisse Rohheit und Kälte vermitteln und zugleich eine klare, fast sterile Designästhetik in die Welt bringen.

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Die Symbolik vom Einkaufswagen

Ein zentrales Thema in der feministischen Romanvorlage ist, wie im Patriarchat weiblich gelesene Personen benachteiligt werden. Dennoch hat die Autorin die männliche Figur Nuri nicht ohne Grund eingebaut. Es reicht eben nicht, männlich geboren zu sein. Sobald du in diesem System kein Geld oder keine Macht hast, bist du genauso benachteiligt und wirst vom kapitalistischen Weltsystem ausgenutzt. Für mich war sofort klar: Was ist ein kapitalistisches Symbol? Der Einkaufswagen. Wir nutzen ihn ständig, um Dinge zu bekommen, die wir brauchen, und gleichzeitig steht er überall im Stadtraum herum – oft sinnlos, ohne echte Funktion. Für mich ist er ein seltsames, fast absurdes Symbol des Kapitalismus, das für die Figuren eine kalte, entfremdete Welt erzeugt.

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Krankenhausmanager:
Die Investoren sind not amused,
weil so viele Operationen verschoben werden müssen.

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Videoprojektionen

In unserem Bühnenbild ist ganz klar Video auch ein Aspekt, mit dem wir arbeiten werden. Da im Roman und auch in unserer heutigen Welt die Digitalität eine sehr große Rolle spielt, denn die Figuren sind alle getrieben von dem, was online auf sie einprasselt. Sei es Nuri, der getrieben ist von dem nächsten Job, der reinkommt und immer unter Zeitdruck steht, weil es sonst eine schlechte Bewertung gibt. Oder sei es Elin, die ständig damit kämpft: Nehme ich jetzt das Handy raus? Habe ich wieder die Hasskommentare, die auf mich einströmen? Das sind alles Elemente, bei denen wir uns entschieden haben, Videoprojektionen mit einzubeziehen, um diese digitalen Aspekte des Alltags der Figuren in den Theaterabend aufnehmen zu können.

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Schattenspiel

Wir haben uns unter anderem im Video – neben den digitalen Elementen – dazu entschieden, Projektionen aufzunehmen, die Schatten enthalten. Da wir nur drei Spielerinnen haben, haben wir uns dazu entschieden zu sagen, dass wir mit Schatten in den Bögen arbeiten, um zu erzählen, dass es doch auch noch mehr Leute gibt, die in dieser Welt von dem, was den Figuren passiert, betroffen sind.

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Musik

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Mein Name ist Mo Harris Sommer und ich mache die Musik zu Und alle so still.

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Atmo

Factory

Elin

Technobeat

Pizzaszene

X

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Wie trägt die Musik zur Wirkung des Stücks bei?

Für das Stück produziere ich sowohl Beats als auch Atmosphären, die einen Raum erschaffen. Ich erstelle zudem Collagen – Raumcollagen, die konkrete Orte evozieren, etwa ein Krankenhaus oder eine Arbeitsatmosphäre. Da die Bühne relativ abstrakt gestaltet ist, kann die Musik durch collagierte Klänge konkrete Räume schaffen. Genau das versuche ich mit meiner Musik umzusetzen.

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Der Sound von Und alle so still

Meine Kompositionen entstehen meistens in Zusammenarbeit mit dem Team und mit der Regie. Zunächst einmal setzen wir uns zusammen, reden über das Konzept, reden darüber, was die Musik für einen Stellenwert haben und für eine Aufgabe übernehmen soll. Dann mache ich die ersten Entwürfe, die ersten Atmosphären, und dann tasten wir uns im Probenprozess langsam heran an das, was die Musik dann später sein wird.

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Mo's Werdegang

Mein musikalischer Werdegang begann damit, dass ich mir mit neun Jahren die Gitarre meiner Oma geklaut habe und anfing, Gitarre zu spielen. Mit 13 kam dann der Bass hinzu. Einige Jahre lang spielte ich Bass in verschiedenen Bands – von Punk- über Metal-Bands. Mit 20 begann ich, elektronische Musik zu produzieren, und diese wird auch vorwiegend in dem Stück verwendet. Zudem werde ich für das Stück elektronische Musik produzieren.

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Der Arbeitsalltag von Mo

Mein Arbeitsalltag ist sehr vielfältig. Ich schreibe Musik sowohl für Filmmusik als auch für mich selbst und für andere Komponisten und Songwriter. Zudem bin ich relativ oft am Theater tätig: Mal stehe ich auf der Bühne, mal arbeite ich hinter der Bühne und produziere die Musik im Vorfeld.

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Kostüm

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Das Kostümkonzept

Für die Kostüme war mir von Anfang an wichtig, ein aktuelles, naturalistisches Bild zu entwerfen. Da wir eine hochaktuelle Geschichte erzählen und auf einer kleinen Bühne arbeiten, kann ich mit vielen Details arbeiten und eine große Nähe herstellen. Gleichzeitig sollte das Kostümbild mit dem Bühnenbild und den Videoebenen harmonieren. Neben den drei Hauptfiguren gibt es zahlreiche Nebenrollen, weshalb Kostümwechsel nötig sind. Dennoch müssen die Hauptfiguren klar erkennbar bleiben. Dafür arbeite ich mit Farben: Die Nebenfiguren sind in Grau gehalten, während die Hauptfiguren ein Dunkelgrün tragen, das sie visuell hervorhebt und ihnen einen natürlichen Akzent gibt.

Die größte Herausforderung

Die große Herausforderung besteht darin, dass wir nicht viel Zeit haben. Wir sind nur drei Darsteller, das bedeutet, dass wir keine lange Umzüge machen können, während die anderen gleichzeitig lange Szenen auf der Bühne spielen. Wir haben fast durchgehend sehr schnelle Wechsel zwischen den einzelnen Figuren. Deshalb habe ich mich entschieden, für die Nebenfiguren vor allem mit Versatzstücken zu arbeiten. Es gibt verschiedene Kopfbedeckungen, Jacken, Mäntel und ähnliche Dinge, die sich schnell aus- und anziehen lassen. So können die Figurenwechsel möglichst zügig erfolgen, und trotzdem entsteht eine echte Verwandlung. Es soll nicht den Anschein erwecken, als wäre es plötzlich eine der Hauptfiguren, die sich nur anders verhält.

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Elin

Für Elin habe ich mich dafür entschieden, ganz klar eine Art Influencermädchen zu gestalten, das zu ihrer Weiblichkeit steht und diese bewusst in Szene setzt. Doch auch diese Figur durchläuft im Laufe unseres Abends eine Entwicklung. Deshalb habe ich beschlossen, dass sich im Verlauf der Handlung auch ihr Outfit verändert. So kommt es, dass Elin irgendwann im Laufe des Abends zu einer langen Hose und zu flacheren, bequemeren Schuhen wechselt. Damit steht sie geerdeter in der Welt – besonders, nachdem sie auf die anderen Frauen getroffen ist. Es wird deutlich, dass sie nicht ständig ihren Körper und ihre Person zur Schau stellen muss.

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Nuri

Bei Nuri handelt es sich um einen Jungen, der nicht die Möglichkeit hat, einfach in den Laden zu gehen und sich das Neueste vom Neuen zu kaufen – oder sich zu fragen: „Was ziehe ich heute eigentlich an?“  Ich habe bei seinem Kostüm darauf gesetzt, dass die Sachen, die er trägt, vor allem secondhand gekauft werden. Zudem achte ich darauf, dass alles schon etwas gebraucht und abgetragen wirkt. Damit wird klar: Er geht nicht alle zwei, drei Wochen los, um sich einen komplett neuen Kleiderschrank zu kaufen. Stattdessen hat er das, was er hat – und darin lebt er. Seine Kleidung trägt ihn durch den Alltag, sie muss ihn warmhalten, praktisch sein und einen bestimmten Zweck erfüllen.

Ruth

Bei Rut ging es in der Kleidung vor allem darum, dass sie praktikabel ist. In privaten Situationen trägt sie etwas sehr Gemütliches und Sportliches – Kleidung, die warmhält und praktisch ist. In ihrer Funktion als Krankenschwester ist es dagegen klar, dass sie selbstverständlich ihre entsprechende Arbeitskleidung tragen muss.

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Fakten

Klicke in der nachfolgenden Folie auf die Jahreszahlen um mehr zu erfahren.
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1848

1848 fand in Seneca Falls in den USA die Frauenrechtskonvention statt.
Es war das erste große Treffen von Frauenrechtlerinnen und gilt als Startpunkt der modernen Frauenbewegung. Sowohl das Wahlrecht für Frauen als auch gleiche Rechte in Bildung und Arbeit wurden gefordert.

1865

1865 wurde der Allgemeine Deutsche Frauenverein gegründet.
Louise Otto-Peters und Auguste Schmidt gründeten ihn, um für bessere Bildungschancen und Berufe für Frauen zu kämpfen.

1893

Neuseeland war 1893 das erste Land der Welt, in dem Frauen wählen durften. Ein historischer Durchbruch!

1918

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs erhielten Frauen in Deutschland 1918 endlich das Wahlrecht. Bei der Wahl 1919 durften sie zum ersten Mal wählen und gewählt werden.

1949

1949 wurde die Gleichberechtigung im Grundgesetz (Artikel 3) verankert.
Besonders die Politikerin Elisabeth Selbert sorgte dafür, das „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ im Grundgesetzt steht.

1960

1960 wurde die Antibabypille eigeführt, die Frauen erstmals die Möglichkeit bot, selbst über ihre Familienplanung zu bestimmen.

1971

1971 bekannten sich 374 Frauen, darunter Alice Schwarzer, in der Zeitschrift Stern öffentlich dazu, abgetrieben zu haben – obwohl es verboten war. Das löste eine große Debatte über das Recht auf Selbstbestimmung aus.

24. Oktober 1975

Am 24. Oktober 1975 legten in Island etwa 90 Prozent ihre Arbeit nieder. Sie gingen weder zur Arbeit noch widmeten sie sich der Care-Arbeit. Der „Women’s Day off“ machte deutlich, wie wichtig Frauen für die Gesellschaft sind.

1977

1977 kam es zur Ehe- und Familienrechtsreform in Deutschland. Seitdem dürfen Frauen ohne die Zustimmung ihres Mannes arbeiten gehen und sind rechtlich gleichberechtigt in der Ehe.

1989

1989 kam der Begriff „Intersektionalität“ von Kimberlé Crenshaw auf. Die US-amerikanische Juristin zeigte, dass Diskriminierung verschiedene Ursachen wie z. B. Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft haben kann – und sich diese überlagern können.

2017

2017 kam es zur #MeToo-Bewegung
Millionen Frauen weltweit berichteten unter dem Hashtag #MeToo von sexueller Belästigung und Missbrauch. Die Bewegung veränderte das Bewusstsein über Macht und Geschlechterrollen weltweit.

2025

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Die Personen hinter den Kulissen

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Lichtabteilung

Der Lichttechniker Max stellt seine Arbeit vor.

Schnürboden

Was ist denn ein Schnürboden? Bühnenmeister Phillipp erklärt dir seine Arbeit.

Ton-, und Videoabteilung

Achim, erklärt die Arbeit der Ton-, und Videoabteilung.

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Impressum

Mediale Inszenierung: Deniss Kacs
Dramaturgie: Susanne Röskens
Bildrechte: Theater Bonn / Deniss Kacs
Bildcollage Frauenrechte:
commons.wikimedia.org (Public Domain/CC_Wolfmann/Mohamed Badarne); Gruner+Jahr; Björgvin Pálsson/​Ljósmyndasafn Reykjavíkur (Fotografiemuseum Reykjavik) (Fair Use)
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Imke Siebert

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Imke Siebert

Ich bin Imke und bin Schauspielerin am Theater Bonn.

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Welche Rollen spielst du im Stück?

Ich spiele in dem Stück verschiedene Rollen – unter anderem Elin, eine junge Influencerin, und Barbara, eine ältere Dame, die fest im Leben steht. Außerdem übernehme ich Herrn Meier, den Krankenhausmanager, der – nett formuliert – nicht wirklich vom Fach ist. Und dann spiele ich noch eine Patientin, die ins Krankenhaus kommt, als dort schon nicht mehr alles ganz rund läuft.

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Wer ist Elin

Elin begann im Lockdown, Influencerin zu werden. Sie glaubt, das System verstanden zu haben und denkt ungern darüber nach, was sie eigentlich tut. Doch irgendwann erkennt sie ihre Vorbildfunktion – besonders für junge Mädchen – und dass sie mit ihren Inhalten ein unerreichbares Körperideal vorlebt, das sie selbst nicht mehr erfüllen möchte. Sie merkt, dass sie sich damit ein eigenes Korsett gebaut hat und eigentlich nur dem folgen will, was sie selbst schön und richtig findet. 
Als sie auf die Frauen trifft, die sich vor dem Krankenhaus hingelegt haben, denkt sie erst an möglichen Content. Doch dann spürt sie, dass auch sie erschöpft ist – nicht durch Care-Arbeit, sondern durch den ständigen Druck des Social-Media-Systems. Schließlich entscheidet sie sich, sich dazuzulegen.

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Elin: Ich konnte das Wort Patriarchat buchstabieren, da war ich neun Jahre alt. Ich habe feministische Sachbücher gelesen und Podcasts gehört, ich habe Zahlen und Fakten verinnerlicht, ich habe Argumente für jede Diskussion parat, ich habe mich immer behauptet.

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Wie bereitest du dich für dein Rolle(n) vor?

Die Frage, wie ich mich auf Rollen vorbereite, ist schwer zu beantworten, weil es immer vom Stück, vom Team und von der Rolle abhängt. Bei Und alle so still arbeiten wir sehr psychologisch: Gemeinsam mit der Regie kläre ich, wer diese Figur ist und was sie ausmacht. Zuhause schaue ich mir reale Vorbilder an und achte auf Körperhaltungen, Stimmlagen oder kleine Merkmale, die ich in die Rolle übernehmen kann. Gleichzeitig bringe ich meine eigenen Gefühle und meine Persönlichkeit mit auf die Bühne. Spannend ist für mich, wie sich das, was ich bin, mit dem verbindet, was die Rolle braucht. Im Probenprozess probieren wir viel aus – und meistens entsteht dabei etwas Überraschendes und Lebendiges.

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Was macht dir Spaß am Stück?

Elin ist ja irgendwie in meinem Alter und mir in manchen Dingen ähnlich – und gleichzeitig auch nicht. Deshalb suche ich nach dieser Spur, die viel mit mir zu tun hat, aber doch ein Stück neben mir liegt. Und dann Barbara: Bei ihr macht mir total Spaß, dass sie so eine Taffheit hat, eine gewisse Abgeklärtheit und auch Humor. Das finde ich großartig.
Sie ist nicht grundsätzlich wütend, sie ist einfach präsent und sagt: „Ja, das ist alles ein bisschen scheiße. Und ich mache jetzt auch beim Protest mit, weil es so nicht weitergehen kann.“ Aber sie wirkt dabei nicht gehässig oder böse, sondern eher klar und direkt. Und dann suche ich in mir den Ort, an dem genau dieser Anteil existiert – wo diese im Leben stehende Frau auch in mir zu finden ist.

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Die Lieblingsszene

Manchmal denkt man am Anfang: „Oh Gott, diese Szene – ich habe überhaupt keinen Bock, sie zu spielen.“ Und dann probt man sie, und sie wird zur Lieblingszene. Oder zumindest zu einer, die nicht ganz so schlimm war, wie befürchtet. Ich hatte sehr viel Respekt vor der Szene, in der Elin und Nori sich das erste Mal treffen. Doch jetzt, wo wir sie angelegt haben, finde ich, dass sie eine ganz tolle Zartheit, Einfachheit und Schönheit hat – in dem, was wir gerade finden und weiter suchen. Glaube ich, ist das gerade meine Lieblingsstelle. Vielleicht auch, weil wir dabei Gummibärchen essen, die ganz gut schmecken.

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Die Lichtabteilung

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Max stellt sich vor

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Max, was kann man mit Licht alles anstellen?

Max, wie entsteht das Licht für eine Theaterprojekt?

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Das Besondere am Theater

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Ton- und Videoabteilung

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Achim

Er erklärt die Arbeit der Ton- und Videoabteilung.

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Achim, was fasziniert dich an deinem Job?

Achim, was macht die Ton- und Videoabteilung?

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Wie fühlt es sich an, ein Theaterstück zu begleiten?

Tontechniker Achim erzählt, wie es sich anfühlt, eine Vorstellung zu fahren.

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Infos zur Soundanlage

Das Drehbuch

Ganz wichtige Notizen, die zum "Fahren" einer Vorstellung nötig sind.

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Ursula Grossenbacher

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Ruth: Menschen brauchen Menschen

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Ursula Grossenbacher

Mein Name ist Ursula Grossenbacher. Ich bin Schauspielerin.

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Die Rollen von Ursula

Ich spiele Ruth, eine Therapeutin, die es gut meint, aber schlecht macht, und Pedro, einen Fabrikarbeiter, der sich für sehr wenig Geld abrackert.

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Über die Rolle von Ruth

Ruth ist Krankenschwester – sie arbeitet ständig, springt immer ein. Dazu war sie alleinerziehende Mutter eines Kindes mit Behinderung.

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Ruth:

Ich hab vermerkt, dass wir unterbesetzt sind, es ist ein Standardvorgang geworden und dennoch notwendig, wegen der Haftungsansprüche. Ausfälle bis zu fünfundsiebzig Prozent sind Normalzustand, es kommt mir vor, als würde ich jeden Tag aufschreiben: SOS, wir gehen unter. Und die Leute, die das lesen, nicken nur: Jaja.

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Wie gehst Du an die Figuren heran, die du spielst?

Ich näher mich der Figur, indem ich mich in den Text vertiefe – immer wieder, von allen Seiten. Irgendwann beginnt sich in mir das Bild eines Menschen zu formen, der hinter den Worten lebt.

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Therapeutin: Fühlen Sie sich manchmal alleine?

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Was in Bezug auf die mehreren Rollen mir Spaß macht, ist, dass sie sehr unterschiedlich sind.

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Eine Lieblingsstelle von mir ist, wenn Ruth ihrem Vorgesetzten, Dr. Karl, endlich mal die Meinung sagt und nicht mehr alles schluckt.

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Der Schnürboden

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Phillipp Klankert

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Drück mich!

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Wie funktioniert deine Arbeit?

Was war das Komplizierteste, das du je gemacht hast?

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Till Krüger

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Till Krüger

Ich bin Till Krüger. Ich bin Schauspieler und für die Produktion Und alles so still als Gast am Theater Bonn.

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Die Rollen von Till

Ich spiele vor allem die Rolle von Nuri. Dann noch einige kleinere Rollen, die ab und zu auftauchen: einen Polizisten, Dr. Karl (einen Arzt) und Dieter.

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Nuri

Nuri ist eine der drei Hauptfiguren: ein junger Mann aus relativ einfachen Verhältnissen. Er hat einen Migrationshintergrund, den man nicht auf den ersten Blick erkennt, und versucht sich im Laufe des Stücks zu behaupten. Wir verfolgen, wie er sich die ganze Zeit mit seiner eigenen Kraft aus diesen Verhältnissen herauszukämpfen versucht. Er sagt sogar einmal, dass er sich relativ allein in der Welt fühlt und wenig Bezugspunkte – also Verbindungen zu anderen Menschen – hat. Dann kommt es zum Bruch mit seiner Familie. Doch wir können ihm zuschauen, wie er nach und nach Menschen kennenlernt, vor allem dann auf die Protestbewegung und auf Elin trifft. Dabei wird klar: Er hat einen großen Gerechtigkeitssinn in sich und viel Leidenschaft – etwas, das man auf den ersten Blick vielleicht nicht erwarten würde.

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Dr. Karl

Dr. Karl ist ein Arzt. Anhand der Figur von Ruth sehen wir die Überforderung der Pflegerinnen. Auch an Dr. Karl zeigen sich die Missstände des Gesundheitssystems.

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Dieter

Dieter taucht nur einmal kurz auf. Für mich ist er diese Onkelfigur: Manche kennen das vielleicht – der ältere Onkel, der an Weihnachten auftaucht und unangenehme Sprüche klopft. So ist Dieter. Die Figur macht Spaß zu spielen, weil ich so etwas normalerweise nie sagen würde. Aber es gibt diese Menschen ja wirklich.

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Der Polizist

Der Polizist taucht einmal sichtbar auf und danach mehrmals nur akustisch – wir hören ihn also, ohne ihn zu sehen. Er steht ein Stück weit für die Polizei im Allgemeinen, besonders wenn die Protestbewegung auftaucht. Dann verkörpert er ihren Umgang mit den Protestierenden.

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Was herausfordernd war

Bei den Proben zeigte sich, dass das Arbeiten mit einem Romantext anders ist als mit dramatischen Texten. Es gibt viele erzählende Passagen, und die Figuren sprechen viel über sich. Das ist nicht unbedingt schwierig, aber anders, als wenn man hauptsächlich über Dialoge arbeitet. Gestern habe ich bei der Probe gemerkt, was mir bisher schwergefallen ist: Durch die vielen kleineren Szenen war es schwierig, den Bogen der Figur zu finden. Gestern hat sich dieser Bogen dann endlich ergeben – wie sich die Figur im Laufe des Stücks verändert – und das war ein gutes Gefühl. Meistens passiert das, aber wenn nicht, ist es ziemlich blöd.

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Meine Lieblingsszene oder meine Lieblingsszenen

Es sind zwei. Die erste: Nuri und Elin treffen sich im Park, weil da für Nuri ganz viel passiert. Er trifft auf einmal auf einen anderen Menschen, dem man vertrauen kann – und der einem auch vertraut. So etwas gibt es manchmal auf absolute Weise: Man weiß direkt, dass sie sich sehr nahe sind und ein großes Vertrauen sofort entsteht. Beim Spielen merkt man dann natürlich, dass da auf einmal etwas passiert. Und das macht großen Spaß. Die zweite: Nuri in der Fabrik, wo er auf Pedro trifft. Auch das macht Spaß zu spielen – besonders mit meiner Kollegin Ursel.

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Der Boden bewegt sich

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